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Die neue Demenz-WG

In der Mitte der Gesellschaft bleiben

Der Kirchengemeindeverband Rahlstedt baut in diesem Jahr auf dem Kirchengrundstück Greifenberger Str.54 ein neues Gebäude in dem 10 Menschen mit Demenzerkrankung in einer Gemeinschaft rund um die Uhr betreut leben werden.

Mit einem besonderen Wohn- und Pflegekonzept wird es demenziell erkrankten Menschen ermöglicht, in der Vertrautheit einer kleinen Gruppe am Alltag teilzunehmen und auf diese Weise länger aktiv zu bleiben. Diese individuelle Wohn- und Lebensform bietet mit ihrem Konzept der Alltagsnähe Überschaubarkeit , Geborgenheit, Sicherheit und Orientierung.

Die Räumlichkeiten der WG entsprechen dem Leben in der eigenen Wohnung. Das heißt, Küche, Ess-, Wohnraum und auch die Hauswirtschaftsräume werden gemeinschaftlich genutzt. Die Schlafräume und Bäder sind Individualräume und dienen als Rückzugräume. Die Privatsphäre ist dadurch gesichert.

Zentral ist die offene Küche. Wie in der Familie werden Haushaltsaufgaben wie Kochen, Backen, Abwaschen und Abtrocknen gemeinsam erledigt. Auch werden die Bewohner ermutigt, die sonstigen Haushaltsaufgaben wie zum Beispiel Zusammenlegen von Wäsche selbst zu erledigen.

Auch die große Gemeinschaftsfläche, die Außenterrasse und den Garten nutzen die Bewohner gemeinsam. Es handelt sich um eine großzügige Gartenanlage, die von den Bewohnern nach eigenem Ermessen genutzt werden kann.

Insgesamt spielt sich der Alltag und das tägliche Leben wie in einer Familie ab. Mit Haushaltsaufgaben und Freizeitaktivitäten wird der Tagesablauf strukturiert. Auch die Kontakte in die Stadtteilumgebung werden in diesem Betreuungskonzept genutzt. Der Kindergarten in der Kamminer Strasse hat bereits angekündigt, dass gemeinsame Aktivitäten gut vorstellbar sind.

Eine sehr wichtige Gruppe sind die Angehörigen der WG-Bewohnerinnen und Bewohner. Sie bestimmen stellvertretend für ihre erkrankten Verwandten gemeinsam alle wichtigen Fragen, die die Gemeinschaft betreffen. Die Angehörigengruppe trifft sich regelmäßig und tauscht sich mit Pflegedienst und Vermieter aus. Auch können Angehörige sich entsprechend ihren eigenen zeitlichen Ressourcen in die alltägliche Arbeit einbringen.

Wie in einer normalen WG üblich, wird über die Einrichtung von den Bewohnern gemeinsam entschieden. Die eigenen Möbel können in Abstimmung mit der Angehörigengruppe mitgebracht werden und dann auch in den Gemeinschaftsräumen aufgestellt werden. Auch Bilder und andere Erinnerungsstücke erhalten ihren Platz.

Voraussetzung für den Einzug ist eine diagnostizierte Demenz und möglichst eine Pflegestufe. Es wäre schön, wenn beim Einzug noch eine weitest mögliche Mobilität gegeben wäre. Dies erleichtert ein Einleben in eine WG. Ein Verbleiben in der Wohngemeinschaft ist bis zum Lebensende möglich.

Die Vermietungen führt die Martha Stiftung durch und der ambulante Pflegdienst „Ev. Diakoniezentrum Rahlstedt“ wird mit einem eigens dafür geschaffenen Team 24 Stunden am Tag die Betreuung, Versorgung und Pflege übernehmen.

Gern steht die Diakoniestation für Fragen zur Verfügung. Rufen Sie doch an, sie werden gern beraten.